Unter dem Motto „Der Weg in die Wildnis“ stand die Tagesexkursion des diesjährigen Schulgeographentages. Bei bestem Wetter begrüßten Dr. Jan Rommelfanger, Abteilungsleiter Umweltbildung, Dr. Martin Mörsdorf, Abteilungsleiter Forschung, sowie Dr. Andrea Kaus-Thiel, Koordinatorin Forschung und Monitoring, die Teilnehmer am Nationalparktor Erbeskopf, um ihnen die Arbeit des 2015 gegründeten jüngsten deutschen Nationalparks näher zu bringen.
In kurzweiligen Vorträgen wurden die Ziele des Nationalparks erläutert. So sollen auf 75 % der Fläche Natur und Landschaft der natürlichen Entwicklung überlassen werden, also wieder zur Wildnis werden und dann dauerhaft Wildnis sein. Gemäß dem Credo „Natur Natur sein lassen“ wird im Sinne des Prozessschutzes auf ein Eingreifen in die Natur zum Schutz von bestimmten Arten verzichtet. Dies führt durchaus zu Konflikten und kann im Widerspruch zu anderen Aufgaben des Nationalparks wie den zahlreichen Angeboten der Umweltbildung, der Forschung oder der Entwicklung des ganzen Nationalparkgebietes stehen.
Nach einer Einkehr im Bistro des Hunsrückhauses machten sich die Teilnehmer dann per pedes auf den Weg in die Wildnis. Die Route folgte dem erst eine Woche zuvor feierlich eröffnetem Natur-Vielfaltspfad, der auf knapp 4 km verschiedene Biotope am und im Nationalpark aufsucht. Unterwegs konnten an unterschiedlichen Stationen die verschiedenen Elemente der Umweltbildung und ihre Umsetzung in Schulen und auf Exkursionen vorgestellt und diskutiert werden. Es war für alle Beteiligten eine sehr informative und lohnenswerte Veranstaltung, die den Tag der Schulgeographie abrundete.
Christian Großcurth
